Demonstrator macht KI greifbar: Das Thema Künstliche Intelligenz (KI) ist nicht nur medial sehr präsent, sondern wird auch im betrieblichen und industriellen Kontext immer häufiger nachgefragt. Dabei stellt jedoch der Erstkontakt eine nicht unwesentliche Hürde dar. Vielen fehlt es an Vorstellungen, was als Künstliche Intelligenz verstanden werden kann und für welche praktischen Anwendungsmöglichkeiten es bereits technische Umsetzungen gibt.

 

KI-Demonstrator zum Ausprobieren

Um erste Erfahrungen mit KI zu ermöglichen, verfügt das Kompetenzzentrum Hannover über einen mobilen KI-Demonstrator, der den Einsatz von bildbezogener Objekterkennung veranschaulicht. In wenigen Sekunden wird dabei ein vortrainiertes Modell zur Bilderkennung mit neuen Objekte angelernt. Nutzer könne mit dem Demonstrator KI-Anwendungen ausprobieren und bekommen einen Einblick in die Charakteristik der Lernfähigkeit Künstlicher Intelligenz. Dabei wird gezeigt, dass für die Anwendung von KI nicht immer große Mengen an Daten, lange Rechenzeiten oder umfassendes Fachwissen notwendig sind.

 

Welche wesentlichen Elemente sind im Demonstrator verbaut?

  • Industriekamera
  • Computing Node (Recheneinheit)
  • Beleuchtungssystem zur Reduzierung von umgebungsbedingten Störeinflüssen
  • WLAN-Router zur Verbindung mit externen Bediengeräten (bspw. Tablet)
  • Transportkoffer für den mobilen Einsatz
  • Keine zu identifizierenden Gegenstände! Haben Sie eine Visitenkarte, einen Schlüsselbund oder einen Kugelschreiber zur Hand? Probieren Sie ihre eigenen Beispiele…

 

Wie wird der Demonstrator bedient?

Benutzt wird der Demonstrator plattformunabhängig über einen Internetbrowser. Der Zugriff kann somit sowohl über Computer oder Tablets als auch über das eigene Smartphone erfolgen. Über eine einfache Benutzeroberfläche wird KI-Modell bedient. Es können bspw. neue Objektklassen angelegt und die Kamera bedient werden. Der Demonstrator gibt eine Echtzeit-Rückmeldung über die zugeordnete Klasse des zu identifizierenden Objektes sowie über die aktuelle Erkennungsrate des angelernten Modells. Auf diese Weise erhält der Benutzer ein direktes Feedback auf die Anpassung von Kamera- oder Modelleinstellungen und kann die Verbesserung der Erkennungsrate beim Hinzufügen weiterer Bildaufnahmen mitverfolgen.

 

Braucht KI nicht Unmengen von Daten?

Ein KI-Modell beruht auf der Lernfähigkeit aus Daten. Das Beispiel des KI-Demonstrators zeigt jedoch, dass in der praktischen Anwendung teilweise auch geringe Datenmengen wie 5-10 Bildaufnahmen ausreichen können, um zufriedenstellende Ergebnisse zu erreichen. Möglich ist dies durch die Nutzung eines vortrainierten Modells, welches bereits in der Lage ist Bilder zu erkennen. Die während der Vorführung des Demonstrators hinzugefügten Bilder dienen lediglich dem Ergänzen bislang unbekannter Objektklassen.

 

Kamera in einem Koffer – nur Spielerei?

Im Demonstrator ist bereits eine hochwertige Industriekamera verbaut. Auch wenn der Aufbau des Demonstrators selbstverständlich keine fertige Industrieanwendung darstellt, wird hierdurch verdeutlicht, wie eine derartige Umsetzung auf unternehmensspezifische Anforderungen (bspw. durch spezielle Kamera- und Beleuchtungssysteme) angepasst werden kann.

 

Wobei kann Bilderkennung im Unternehmen helfen?

Die kamerabasierte Objekterkennung kann in den unterschiedlichsten Bereichen eines Unternehmens eingesetzt werden. Der im Demonstrator gezeigte Aufbau ist insbesondere zur Erkennung von Bauteil- oder Montagefehlern geeignet. Durch das Anlernen der Objektklassen i.O. („in Ordnung“) und n.i.O. („nicht in Ordnung“) kann so in wenigen Minuten eine Fehlererkennung ohne vorheriges Domänenwissen erreicht werden.

 

Sie haben Interesse an Künstlicher Intelligenz und wollen den KI-Demonstrator selbst ausprobieren? Fragen Sie einfach nach einem kostenlosen KI-Dialog. Hier wird der Demonstrator eingesetzt und damit KI direkt greifbar gemacht.